Satzung des TURN- und SPORTVEREINS 1902 e.V. LAUTLINGEN

§1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

Der Name des Vereins ist "Turn- und Sportverein 1902 Lautlingen"

Er ist in das Vereinsregister des Amtsgericht ALBSTADT eingetragen und hat seinen Sitz in Albstadt - Lautlingen. Die Farben des Vereins sind weiß und rot. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§2 Zweck, Gemeinnützigkeit

  1. Der Zweck des Vereins ist die Pflege und Förderung des Turnens und des Sports, vornehmlich der Jugend.
  2. Dabei verfolgt der Verein ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§3 Verbandszugehörigkeit

Der Verein will die Mitgliedschaft im Württ. Landessportbund e.V. (WLSB) beibehalten. Der Verein und seine Mitglieder anerkennen als für sie verbindlich die Satzungsbestimmungen und Ordnungen des WLSB und der Mitgliedsverbände, deren Sportarten im Verein betrieben werden.

 

§4 Mitgliedschaft

  1. Der Verein besteht aus
    1. aktiven Mitgliedern (ordentliche Mitglieder, Jugendliche, Kinder)
    2. passiven Mitgliedern
    3. Ehrenmitgliedern
  2. Aktive Mitglieder sind Mitglieder, die sich persönlich am Sportbetrieb beteiligen oder eine Tätigkeit im Vorstand oder Ausschuß ausüben. Ordentliche Mitglieder sind männliche und weibliche Mitglieder, die das 17. Lebensjahr vollendet haben. Mitglieder im Alter von 14 bis 17 Jahren sind Jugendliche. Mitglieder unter 14 Jahren sind Kinder.
  3. Passive Mitglieder sind Mitglieder, die die Voraussetzungen des Absatzes 2 Satz 1 nicht erfüllen.
  4. Mitglieder und Nichtmitglieder können vom Ausschuß zu Ehrenmitgliedern ernannt werden, wenn sie sich um den Verein in außergewöhnlicher Weise verdient gemacht haben. Unter denselben Voraussetzungen können 1. und 2. Vorsitzende des Vereins nach Beendigung ihres Amtes zu Ehrenvorsitzenden ernannt werden. Zu Ehrenmitglieder werden vom Ausschuß in der Regel ernannt: Aktive Mitglieder mit einer 25-jährigen Tätigkeit im Verein, gerechnet vom vollendeten 17. Lebensjahr an und passive Mitglieder mit 40-jähriger Vereinszugehörigkeit, ebenfalls gerechnet vom vollendeten 17 Lebensjahr.
    Als weitere Ehrungen sind vorgesehen:

    Verleihung der silbernen Vereinsnadel für 10-jährige aktive Tätigkeit im Vorstand und in den Abteilungen.
    Verleihung der goldenen Vereinsnadel für 20-jährige aktive Tätigkeit im Vorstand und in den Abteilungen.
    Für besondere sportliche Leistungen ist die Auszeichnung mit einem Ehrenteller oder Ähnlichem vorgesehen.

 

§5 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Die Aufnahme von aktiven und passiven Mitgliedern erfolgt durch Beschluß des Ausschusses. Voraussetzung hierfür ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag. Die Ablehnung eines Aufnahmeantrages ist schriftlich mitzuteilen. Sie braucht nicht begründet zu werden.
  2. Die Aufnahme von Jugendlichen und Kindern erfolgt ebenfalls durch Beschluß des Ausschusses aufgrund eines vom Erziehungsberechtigten gestellten schriftlichen Aufnahmeantrages. Im übrigen gelten die Bestimmungen in Ziffer 1 sinngemäß.
  3. Mit der Aufnahme verpflichtet sich das Mitglied zur Förderung des Vereinszwecks, es unterwirft sich den Satzungen und Ordnungen des Vereins und des Württ. Landessportbundes sowie derjenigen Verbände, deren Sportarten im Verein betrieben werden und die Mitglied des Württ. Landessportbundes e.V. sind.
  4. Die Mitgliedschaft oder der Erwerb der Mitgliedschaft in einem anderen Turn- und Sportverein ist dem Vorstand auf dessen Verlangen bekanntzugeben.

 

§6 Verlust der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft erlischt durch freiwilligen Austritt, der nur durch eine schriftliche Erklärung auf den Schluß des Kalenderjahres erfolgen kann, wobei die Austrittserklärung von Kindern und Jugendlichen durch den Erziehungsberechtigten abzugeben ist.
  2. Die Mitgliedschaft erlischt durch einen Ausschluß aus dem Verein. Der Ausschluß kann durch den Ausschuß beschlossen werden.
    1. wenn das Mitglied trotz Mahnung mit der Bezahlung von Mitgliedsbeiträgen für eine Zeit von mindestens 6 Monaten im Rückstand ist.
    2. bei grobem Verstoß gegen die Vereinssatzung, die Satzung des Württ. Landessportbundes oder eines Verbandes, dem der Verein als Mitglied angehört.
    3. wenn sich das Vereinsmitglied unehrenhaft verhält oder das Ansehen des Vereins, des WLSB oder eines Verbandes, dem der Verein angeschlossen ist, in gröblicher Weise herabsetzt.
    Vor dem Ausschlußbeschluß in den Fällen 2 b und 2 c ist dem Betroffenen Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben. Der Ausschlußbeschluß ist schriftlich mitzuteilen. Gegen den Ausschluß steht dem Betroffenen innerhalb von 2 Wochen gegenüber dem Vorstand ein Berufungsrecht an die nächst folgende Mitgliederversammlung zu, zu welcher er einzuladen ist. Auf dieser ist ihm gegebenenfalls Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben. Bestätigt die Mitgliederversammlung den Ausschlußbeschluß, ist dieser endgültig; wird er nicht bestätigt, so gilt er als aufgehoben.
    Bis zur Rechtskraft des Ausschlusses ruhen die Rechte des Mitgliedes. Für Jugendliche und Kinder gelten die vorstehenden Bestimmungen sinngemäß. Entsprechende Erklärungen sind den Erziehungsberechtigten gegenüber abzugeben. Gegen einen Ausschlußbeschluß des Ausschusses besteht jedoch ein Berufungsrecht an die Mitliederversammlung für sie nicht.

 

§7 Mitgliedsbeiträge

Die Höhe und Zahlungsweise des Mitgliedsbeitrages wird durch die Mitgliederversammlung festgesetzt. Ehrenmitglieder sind von der Bezahlung eines Mitgliedsbeitrages befreit.

 

§8 Orange

Die Organe des Vereins sind
  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Ausschuss
  3. der Vorstand

 

§9 Mitgliederversammlung

  1. Möglichst im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Sie ist vom Vorstand einzuberufen.
    Die Einberufung hat mindestens 2 Wochen zuvor durch Veröffentlichung
    im Zollernalbkurier
    im Schwarzwälder Boten
    im Nachrichtenblatt des Stadtteiles Albstadt - Lautlingen
    unter Bekanntmachung der Tagesordnung zu erfolgen.
  2. Aufgaben der Mitgliederversammlung sind vor allem:
    1. Entgegennahme des Berichts des Vorstandes, des Kassiers, der übrigen Ausschußmitglieder und der Kassenprüfer.
    2. Entlastung des Vorstandes und des Ausschusses.
    3. Wahl und eventuelle Abberufung des Vorstandes, der übrigen Ausschußmitglieder und der Kassenprüfer.
    4. Beschlußfassungen über Satzungsänderungen und Auflösung
  3. Anträge zur Tagesordnung müssen spätestens 7 Tage vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich eingereicht werden. Verspätet eingehende Anträge werden nicht mehr auf die Tagesordnung gesetzt. Ausgenommen sind hiervon Dringlichkeitsanträge, die mit dem Eintritt von Ereignissen begründet werden, welche nach Ablauf der Antragsfrist eingetreten sind. Über ihre Zulassung entscheidet die Mitgliederversammlung. Anträge zur Änderung der Satzung können als Dringlichkeitsanträge nicht zugelassen werden.
  4. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlußfähig. Ihre Leitung obliegt dem Vorstand. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefaßt (also ohne Enthaltungen!). Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Für Satzungsänderungen ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Bei Wahlen kann die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlganges und der vorhergehenden Diskussion vom ordentlichen Versammlungsleiter einem Wahlausschuß übertragen werden. Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Die Abstimmung muß schriftlich und geheim durchgeführt werden, wenn mindestens ein Drittel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder dies beantragt.
    Stimm- und wahlberechtigt sind nur die ordentlichen Mitglieder, die passiven Mitglieder, sowie die Ehrenmitglieder und Ehrenvorsitzenden.
    Das Stimm- und Wahlrecht kann nur persönlich ausgeübt werden. Bevollmächtigung und briefliche Stimmabgabe ist also nicht zulässig.
    Kinder und Jugendliche haben kein Stimmrecht, sie können auch nicht zu Vorsitzenden, sonstigen Ausschußmitgliedern und Kassenprüfern gewählt werden.
  5. Über den Verlauf der Mitgliederversammlung, insbesondere über die gefaßten Beschlüsse, ist ein Protokoll zu führen, das vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer, normalerweise dem Schriftführer, zu unterzeichnen ist.
  6. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt:
    1. wenn sie der Vorstand oder der Ausschuß mit Rücksicht auf die Lage des Vereins oder mit Rücksicht auf außergewöhnliche Ereignisse für erforderlich hält.
    2. im Falle des § 12 Abs. 3
    3. wenn die Einberufung von mindestens einem Viertel der ordentlichen Mitglieder schriftlich unter Angabe der Gründe gefordert wird.
    Für die außerordentliche Mitgliederversammlung gelten die vorstehend getroffenen Regelungen entsprechend. Die Mindesteinberufungszeit beträgt aber statt 2 Wochen nur 3 Tage.

 

§10 Ausschuss

  1. Der Ausschuss besteht aus:
    1. dem 1. Vorsitzenden
    2. dem 2. Vorsitzenden
    3. dem Kassier
    4. dem Schriftführenden
    5. dem dem Geschäftsführer
    6. den Abteilungsleitern
    7. 3 - 5 Beisitzern
  2. Der Ausschuß erledigt die laufenden Vereinsangelegenheiten, insbesondere obliegt ihm die Verwaltung des Vereinsvermögens.
  3. Der Ausschuß ist in der Regel einmal monatlich vom Vorstand einzuberufen.
  4. Die Beschlüsse des Ausschusses werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefaßt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Sitzungsleiters. Über die Sitzungen des Ausschusses, deren Leitung dem Vorstand obliegt, sind Protokolle zu führen, die vom Sitzungsleiter und dem Protokollführer, normalerweise also dem Schriftführer, zu unterzeichnen sind.
  5. Die Mitglieder des Ausschusses und damit auch die beiden Vorsitzenden sind ehrenamtlich tätig.

 

§11 Vorstand

  1. Vorstand des Vereins im Sinne des § 26 BGB sind der 1. Vorsitzende und der 2. Vorsitzende. Jeder von ihnen ist allein vertretungsberechtigt und allein berechtigt, die weiteren Funktionen des Vorstandes zu übernehmen.
  2. Im Innenverhältnis ist der 2. Vorsitzende verpflichtet, von seinen Rechten nur im Falle der Verhinderung des 1. Vorsitzenden Gebrauch zu machen.
  3. Neben den sonst in dieser Satzung festgelegten Aufgaben obliegt dem Vorstand vor allem die Geschäftsführung sowie die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung des Vereins. Die Geschäftsführung kann durch den Ausschuß ganz oder teilweise an einzelne Ausschußmitglieder insbesondere den Geschäftsführer delegiert werden.
  4. Hinsichtlich aller wichtigen Vereinsangelegenheiten und hinsichtlich Rechtsgeschäften und Handlungen, die finanzielle Auswirkungen von mehr als 500.- nach sich ziehen, ist der Vorstand im Innenverhältnis verpflichtet, erst nach erfolgter Zustimmung durch den Ausschuß tätig zu werden.

 

§12 Wahl und Amtsdauer

  1. Die Ausschußmitglieder und damit auch die beiden Vorsitzenden werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Sie bleiben aber gegebenenfalls darüber hinaus bis zur Neuwahl im Amt.
  2. Jedes Ausschußmitglied ist einzeln zu wählen. Grundsätzlich können auch zwei- aber nicht mehr - Ausschußämter in einer Person vereinigt werden, wobei in solchen Fällen das Ausschußmitglied bei Abstimmungen trotzdem nur eine Stimme hat. Die Ämter der beiden Vorsitzenden müssen aber immer von zwei verschiedenen Personen wahrgenommen werden.
  3. Scheidet ein Ausschußmitglied vorzeitig aus, so kann grundsätzlich der Ausschuß selbst ein Ersatzmitglied wählen. Scheidet aber einer der beiden Vorsitzenden vorzeitig aus, so kann nur eine außerordentliche Mitgliederversammlung die entsprechende Ersatzwahl durchführen, falls eine solche überhaupt für erforderlich gehalten wird. In jedem Falle dauert das Amt des ersatzweise Gewählten nur bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung mit Wahl des Ausschusses.

 

§13 Abteilungen

  1. Die Durchführung des Turn- und Sportbetriebes ist Aufgabe der einzelnen Abteilungen. Jede Abteilung, einschließlich der Jugendabteilung, wird von einem Ausschuß geleitet, der von dessen Abteilungsleiter geleitet wird und dessen Zusammensetzung sich nach den Bedürfnissen der Abteilung richtet. Die Abteilungsleiter werden auf Vorschlag ihrer Abteilungen von der Mitgliederversammlung gewählt.
  2. Die Bearbeitung der Jugendfragen obliegt der Vereinsjugend, als der Jugendorganisation des TSV Lautlingen. Sie arbeitet gemäß einer von der Jugendvollversammlung zu beschließenden Jugendordnung, welche der Zustimmung des Ausschusses bedarf.
  3. Die Abteilungsausschüsse sind selbstständig und arbeiten fachlich unter eigener Verantwortung. Ihre Beschlüsse sind zu protokolliert und soweit sie über den Rahmen der Abteilungszuständigkeit hinausgehen, unverzüglich dem Vorstand vorzulegen. Diesem steht ein Widerspruchsrecht zu. Macht dieser hiervon Gebrauch, so unterbleibt die Ausführung des Beschlusses.
  4. Die Abteilungen können mit Zustimmung des Ausschusses eigene Kassen führen. Sie verwalten dann die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, sowie die eigenen Einnahmen selbstständig. Sie dürfen Verbindlichkeiten nur für satzungsgemäße Zwecke im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel eingehen. Die Kassenführung kann jederzeit von Mitgliedern des Vorstandes und dem Kassier eingesehen werden.
  5. Jede Abteilung hat für das bevorstehende Geschäftsjahr einen Haushaltsplanentwurf aufzustellen und dem Vorstand einen Kassenbericht vorzulegen.
  6. Die Abteilungsversammlungen sind berechtigt, Abteilungsbeiträge, Aufnahmegebühren, Umlagen und Dienstleistungspflichten zu beschließen.
  7. Abteilungsleiter dürfen keine Dauerschuldverhältnisse und keine rechtsgeschäftlichen Verpflichtungen über einen Gegenstandswert von DM 3000 eingehen. Bei höheren Ausgaben entscheidet der Ausschuß des Vereins.
  8. Das Vermögen der Abteilung ist Eigentum des Vereins. Alle Einnahmen und Ausgaben der Abteilung sind ordnungsgemäß zu verbuchen.
  9. Die Abteilungen sind verpflichtet, sich eine Abteilungsordnung zu geben, die von der Abteilungsversammlung zu beschließen ist. Sie ist vom Ausschuß des Vereins zur Genehmigung vorzulegen.

 

§14 Strafbestimmungen

Sämtliche Mitglieder unterliegen, von dem in § 6 genannten Ausschluß abgesehen, einer Strafgewalt. Der Ausschuß kann Ordnungsstrafen (Verweise, Verwarnungen) gegen jedes Mitglied verhängen, das sich gegen die Satzung, das Ansehen, die Ehre oder das Vermögen des Vereins vergeht. Vor der Bestrafung ist dem Betroffenen Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben.

 

§15 Auflösung

Über die Auflösung entscheidet die Mitgliederversammlung, auf deren Tagesordnung die Beschlußfassung über die Vereinsauflösung den Mitgliedern angekündigt ist.